Look at me Portraitreihe mit Heike

Look at me - eine augenöffnende Portraitreihe


Eine Portraitreihe, in der ich auf unser Gesellschaftliches Problem aufmerksam machen möchte. Nämlich auf das Problem der Schnelllebigkeit, Small talks und dass man sich gar nicht mehr wirklich anschaut. Damit meine ich dass wir immer schneller leben immer alles schnell erledigt haben wollen und nicht mehr Zeit für uns und unsere mit Menschen nehmen und eine Verabredung meistens auch an der Oberfläche bleibt. Dabei wäre es doch viel schöner wenn wir wieder anfangen uns wirklich zu sehen, nicht nur Smalltalksführen sondern tief greifende, ehrliche und emotionale lange Gespräche führen. Uns austauschen, inspirieren, helfen, für uns da sein. Dass wir dem anderen wirklich einmal nur zu hören ohne ihn zu verurteilen, ohne ihn zu unterbrechen und alles besser zu wissen. Dem anderen wirklich Zeit geben ihm zuhören, ihm vielleicht helfen aber ohne ihn klein zu machen und trotzdem seine Sichtweise sehen akzeptieren und seine vielleicht Ängste und Probleme nicht einfach klein reden damit es ihm besser geht, denn das macht es nicht besser, vielmehr sollten wir füreinander da sein und unsere mit Menschen fragen: was würde dir gerade helfen? Was würdest du jetzt gerne machen, damit es dir besser geht ?

Einfach eine lange, tiefe Konversation führen, dem anderen Zeit geben, ohne schnelle Abhandlungen.

Den anderen wirklich anschauen und sehen, in seine und deine Seele schauen lassen und wirklich füreinander da sein.

Die Zeit stehen lassen und den Menschen der dir gegenüber sitzt vollkommen wahrnehmen, sehen, fühlen, hören, lieben und wertschätzen!

Denn siehst du deine Gesprächspartner wirklich oder schaust du dir nur ihre Oberfläche an⁉️

Lass uns wieder mehr anschauen und in unsere Herzen blicken lassen.

In dieser Portraitreihe bekommst du einen Einblick in viele verschiedene Menschen, Seelen, Herzen und ihre Geschichten und ich fände es schön, wenn du auch deine Mitmenschen besser kennenlernst und dich wirklich mit ihnen unterhältst und sie siehst.

Denn wie gut kennst du denn deine Freunde wirklich ❓ Ihre Geschichte, Familie, Ihr Leben ⁉️


In jedem Teil der Reihe werde ich eine Person portraitieren und ihre Geschichte erzählen, heute macht Heike den Anfang:



Mein Name ist Heike, 47 Jahre alt verheiratet und habe zwei Kinder im Alter von 16 und 19 Jahren. Nach meiner Schulzeit bin ich den klassischen Lebensweg gegangen, so wie man es kennt und ich wurde auch ganz klassisch erzogen. Erst die Schule machen, dann eine Ausbildung. Trotz gymnasial Empfehlung bin ich auf die Realschule gegangen, da ich bei meinen Freunden bleiben wollte und meine Eltern das Abitur nicht so wichtig fanden. Daher hatte ich auch erstmal nicht den Blick, um über den Tellerrand hinaus zu schauen und mich weiter zu entwickeln. Nach der Realschule habe ich mein Fachabi gemacht. Weil ich nicht wusste, was ich danach machen sollte und meine Eltern gerne wollten, dass ich etwas Kaufmännisches lerne, habe ich eine klassische Ausbildung im Reisebüro gemacht. Damals hatte ich auch noch eine andere Vorstellung vom Beruf der Reiseverkehrskauffrau. Eine Alternative wäre für mich die Werbebranche gewesen. Zur damaligen Zeit waren Ausbildungsplätze in dieser Branche aber nur sehr schwer zu bekommen. Nach der Ausbildung habe ich im weiterhin im Reisebüro gearbeitet und mich dann für den Firmenreisedienst entschieden. Dieser Arbeit bin ich über 20 Jahre nachgegangen. Aber die Weiterentwicklung und die schnelle und ständige Veränderung in dieser Branche, hat irgendwann nicht mehr zu mir gepasst. Nun hatte ich eine Arbeit, in der ich alle Vorgänge sehr gut bearbeiten konnte, bei der ich aber keine wirkliche Freude und Erfüllung mehr empfand. Die Situation war sehr festgefahren. Ich hatte nichts anderes gelernt und sah für mich auch keine Alternativen, als in diesem Beruf zu bleiben.

Ein Schicksalsschlag in meinem Leben veränderte alles!

Meine Mutter erkrankte schwer und die Prognose war eher schlecht… . Dieses Erlebnis hat mich aufgerüttelt und aufgeweckt. Denn im Nachhinein habe ich gesehen, dass meine Mutter mit Ihrem Leben nicht zufrieden war. Dann wurde auch noch meine Schwiegermutter schwer krank und zwischenzeitlich diagnostizierte mir ein Arzt einen Burnout, was ich aber ignorierte, weil ich es nicht so gesehen habe. Als dann meine Schwiegermutter starb, habe ich mir gesagt: „So und jetzt kündige ich!“. Der Tod, die Krankheit meiner Mutter und der Stress im Job war mir einfach zu viel. Dann verstarb auch meine Mutter. In dieser Zeit beschäftigte ich mich immer mehr mit dem Leben, der Ernährung, mit Meditation, Yoga und mit der Fülle und dem Sinn des Lebens. Rückblickend dachte ich mir, dass meine Mutter vielleicht erkrankt war, weil sie kein erfülltes Leben hatte, (tief im inneren unglücklich war und immer nur Erwartungen und Wünsche anderer erfüllt hat). Ich habe daraufhin mich und mein Leben angeschaut und erkannt, dass ich auch kein erfülltes Leben führe! Mir war klar: Ich möchte etwas verändern! Ich möchte mir keine Vorwürfe machen müssen, falls ich auch mal erkranken sollte oder mich ein anderes Schicksal trifft. Seit diesem Zeitpunkt habe ich mich mit Persönlichkeitsentwicklung auseinandergesetzt und mich sehr intensiv damit beschäftigt. Dabei war meine größte persönliche Weiterentwicklung meine Yoga-Lehrerausbildung, die 2 Jahre dauerte. Die Ausbildung war sehr spirituell und ich lernte immer mehr in mich hinein zu schauen. Daraus entwickelte sich meine Selbstständigkeit. Ich habe sehr ängstlich und zweifelnd angefangen und immer nur nicht ausreichende Zahlen gesehen. Dabei geht es im Leben um Erfüllung und nicht um die Zahlen! Mein Leben entwickelte sich mit der Zeit neu. Heute ist es zu einer schönen Achterbahnfahrt geworden. Ich habe mich aus dem Hamsterrad und dem gefangen sein in mir selbst befreit. Früher richtete ich meinen Fokus auf das Schlechte - das Glas war immer halb leer. Ich habe gemerkt wie sehr mein Mindset einen Einfluss auf mein Leben hat. Natürlich passieren jetzt immer noch Dinge, die nicht immer gut laufen, aber ich kann ganz anders damit umgehen. Ich rede mir nicht von vornherein alles schlecht und falls doch mal, ja dann kann es auch nicht gut werden. Dann merke und reflektiere ich und lenke es wieder in eine positive Richtung und auf einmal fließt auch alles wieder im Leben, so wie ich es mir wünsche und vorstelle. Seitdem ich gemerkt habe wie viel Einfluss mein denken und fühlen auf mein Leben hat, versuche ich immer mehr zu vertrauen und mich dem Leben so hinzugeben, dass es mir alles geben kann, was ich mir vorstelle!

Rückblickend macht alles Sinn und alles ist gut so wie es ist, auch dass ich erst später mit der Persönlichkeitsentwicklung angefangen habe. Etwas schade finde ich es allerdings, denn ich hätte mein neues ICH gerne früher an meine Kinder weitergegeben. Ich bin dankbar für alles Neue und mache jetzt das Beste aus meinem Leben und jeder Herausforderung, die sich mir stellt. Der ganze Persönlichkeitsentwicklungs-Prozess hört nie auf und das ist ja auch das schöne Lebensgefühl daran, dass man sich mit und in dem Prozess weiter entwickeln kann. Ich habe für mich erkannt, dass es nicht nur um monetären Erfolg oder viel Geld geht, was einen glücklich macht. Auf der einen Seite gibt es Millionäre, die in einer Villa am Meer leben und sich trotzdem schlecht fühlen, weil sie keine Erfüllung im Leben haben. Und auf der anderen Seite gibt es arme Menschen, die glücklicher und erfüllter sind, weil sie eine Erfüllung haben. Denn Fülle bedeutet nicht Reichtum im Außen. Diese Erfüllung und diesen Prozess darf ich jeden Tag weiterleben. Ich arbeite jeden Tag weiter darauf hin und genieße einfach die Reise. Natürlich hat sich mit meiner neuen Lebenseinstellung auch mein Umfeld geändert, weil nicht jeder mein Leben und meine Persönlichkeitsentwicklung verstanden hat. Yoga, Meditation, Vegetarierin, fast keinen Alkohol, neues Mindset und andere Dinge schrecken den einen oder anderen ab. Es gibt noch „alte“ Freunde, mit denen ich noch Kontakt habe, aber auf eine ganz andere Art und Weise. Mit anderen wenigen ist der Kontakt nur noch sporadisch. Man lernt neue Leute kennen, mit gleichen Interessen und so fügt sich immer alles wieder. Wenn man es schafft im Inneren zufrieden zu sein, dann hat man auch nicht mehr das Bedürfnis ständig Sachen und Bestätigungen von außen zu brauchen. Natürlich gibt es trotzdem Dinge und Erlebnisse, über die man sich sehr freut, aber es ist nicht mehr so, dass ich alles unbedingt haben muss, weil sonst die Welt untergeht. Das ist so befreiend! Ich möchte jeden Tag leben, schätzen und genießen, nicht nur die Urlaube, Konzerte und Wochenenden! Egal ob Montag, Dienstag, Mittwoch… genieße und lebe dein Leben! Ein Erfolg ist ein Erfolg solange du gesund, glücklich und erfüllt bist! Dann bist du erfolgreich!

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